Health situation

Assam liegt im Nordwesten Indiens und ist weltweit für seinen Tee bekannt. So arbeiten auch die meisten Menschen in der Projektregion Helem auf den umliegenden Teeplantagen. Wie in vielen ländlichen Regionen Indiens sind Unterernährung und Infektionen auch heute noch eine häufige Todesursache in Assam, besonders stark betroffen sind Kleinkinder. In den ländlichen Gegenden fehlt es an Ärzten, Pflegepersonal und medizinischen Einrichtungen. Ist Behandlung verfügbar, ist sie für viele unerschwinglich.

Trauriger Rekord

In einer Woche sterben in Indien mehr Frauen an Komplikationen einer Schwangerschaft als in ganz Europa in einem Jahr. Ganz besonders oft ist dies in Assam der Fall: 300 von 100.000 Frauen überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Auch die Säuglingssterblichkeit ist enorm: von 1.000 Neugeborenen sterben 70 Kinder noch vor ihrem 5. Geburtstag und davon mehr als die Hälfte innerhalb des ersten Lebensmonats.

Im Gegensatz zu den industrialisierten Ländern, in denen das medizinische Hauptproblem Zivilisationskrankheiten durch ungesunden Lebensstil ist, herrschen in Indien armutsbedingte Krankheiten vor: Infektionen durch Durchfallerreger, Lungenentzündungen, Tuberkulose, Malaria, Lepra u.a. Viele Kinder sind chronisch unterernährt und sterben an Mangelerscheinungen.

Pro 1000 Einwohner gibt es in Indien 1 Krankenhausbett, im Vergleich dazu sind es in Österreich 8 Betten/1000 Einwohner. Das Problem der mangelnden Versorgung besonders der Landbevölkerung ist der indischen Regierung bewusst. Mit verschiedenen Programmen wird versucht, diesem Misstand zu begegnen. Leider verhindern Korruption und gesellschaftliche Gründe vielen Menschen den Zugang zur medizinischen Versorgung, wodurch selbst einfach behandelbare Krankheiten tödlich enden.

Hilfe für Schwangere und Säuglinge
An diesem Punkt setzt das Projekt Helemhealth an. Durch das Krankenhaus und die Einrichtung einer Mutter-Kind-Station soll als erster Schritt die Versorgung von Säuglingen und schwangeren Frauen sichergestellt werden – insbesondere die Gesundheit der von Armut betroffene Menschen in Helem soll verbessert werden. Sie können sich teure Behandlungen in privaten Krankenhäuser nicht leisten und sind auf die oft schlechten staatlichen Versorgungseinrichtungen angewiesen. Durch das Projekt Helemhealth soll die medizinische Behandlungsmöglichkeit verbessert und die Mütter- und Säuglingssterblichkeit verringert werden.

Helfen Sie mit, den Kindern und Frauen medizinische Versorgung zu ermöglichen und damit hunderte Leben zu retten. Vielen Dank!